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TNCs & Soundmodems im Vergleich

Um Daten im Packet-Radio-Modus zu übertragen, benötigen Sie eine Schnittstelle zwischen Funkgerät und Computer. Zwei verbreitete Optionen sind:


🧱 1. Hardware-TNC (Terminal Node Controller):

Ein TNC ist ein spezielles Gerät, das AX.25-Daten verarbeitet und als „Modem“ zwischen Funk und Computer fungiert.

Vorteile:

  • Eigenständige Verarbeitung (weniger CPU-Last)

  • Sehr stabil, bewährt seit Jahrzehnten

  • Funktioniert auch ohne PC (bei manchen Modellen)

Nachteile:

  • Teurer als Software-Lösungen

  • Begrenzte Flexibilität bei Einstellungen

  • Serielle Anschlüsse oft veraltet (RS-232)


🎧 2. Soundmodem (z. B. AGWPE, Direwolf):

Ein Soundmodem nutzt die Soundkarte des PCs, um Tonsignale zu erzeugen und zu dekodieren – ähnlich wie ein Akustikkoppler.

Vorteile:

  • Kostenlos oder Open-Source

  • Flexible Konfiguration

  • Moderne USB-Schnittstellen nutzbar

Nachteile:

  • Höhere CPU-Belastung

  • Empfindlich auf falsche Audiopegel

  • Windows-Soundeinstellungen können Probleme machen


🛠️ Fazit:

Für stabile Dauerverbindungen im Netz sind TNCs oft die bessere Wahl. Für portable oder Testsysteme sind Soundmodems unschlagbar flexibel – besonders mit Raspberry Pi oder Laptop.

WinSTOP NG unterstützt beide Varianten – je nach Setup und Bedarf.

 

Geschrieben von: TMiltos am 10.06.2025
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